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Kerstin Dreßen

Kerstin Dreßen
Kerstin Dreßen

Ich bin 31 Jahre alt und Projektmanagerin in einer Werbeagentur. In den letzten Jahren habe ich berufsbegleitend mein BWL-Studium absolviert und bin jetzt Diplom-Kauffrau. Bis vor einiger Zeit habe ich mich noch wenig für Politik interessiert, doch eine Reise nach Nepal mit meinem Vater, der dort ein Projekt für Waisenkinder gegründet hat, hat einen Wendepunkt in meiner Weltanschauung markiert. Nach einigem Lesen, Nachdenken und Diskutieren habe ich mich nun entschlossen, Mitglied bei den Grünen zu werden, um aktiv an der Verbesserung unserer Gesellschaft teilhaben zu können. Zentrale Punkte sind dabei für mich Chancengleichheit für alle Menschen und das Recht auf individuelle Selbstbestimmung unter ökologischer und sozialer Verantwortung.

Alle Beiträge von Kerstin

Kopenhagen: Es ist unsere Zukunft!

Von: Kerstin Dreßen | Erstellt am 08. Dezember 2009 um 10:42h.

Seit gestern läuft die Klimakonferenz in Kopenhagen und die Medien überschlagen sich. Überall ist von der größten und wichtigsten Konferenz der ganzen Welt und aller Zeiten die Rede. Wir haben keine Zeit mehr. Keine Zeit für Taktik, keine Zeit für Geschacher, keine Zeit für Trotzreaktionen. Wir müssen ran und zwar alle zusammen. Drastische Reduktion des CO2-Austoßes ist gefragt, von allen Staaten und jedem Einzelnen. Wer Geld hat, muss es in entsprechende Technologien investieren und endlich einsehen, dass dies langfristig auch ein Wirtschaftsvorteil ist - auch wenn nichts geringeres als die Rettung der Menschheit auf dem Spiel steht und dies eigentlich schon als Grund reichen sollte.


Wie schön wäre es, wenn wir eine echte grüne Kanzlerin oder einen echten grünen Umweltminister hätten, bei denen wir sicher sein können, dass sie in Kopenhagen wirklich für die Erde und die Menschen und gegen Lobbyisten, Macht- und Geldgier kämpfen. Dass sie Zugeständnisse machen, ohne auf das Verhalten der anderen zu schielen und mit gutem Beispiel voran gehen - einfach nur für die Sache.


Ich bin skeptisch, aber ich habe auch große Hoffnungen. Das Bewusstsein ist da, die Verhandlungsbereitschaft ist da. Die ganze Welt schaut zu. Bitte macht etwas daraus!



Grafik: sxc.hu/Flavio Takemoto

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Auf der LDK in Hamm

Von: Kerstin Dreßen | Erstellt am 30. November 2009 um 10:59h.

Nachdem ich leider einige Zeit nicht aktiv Grün sein konnte, habe ich mich am Samstag direkt ins große Getümmel gestürzt und die LDK in Hamm besucht, auf der die Listen für die Landtagswahl im nächsten Jahr augewählt wurden.


Obwohl ich zuerst meinen Zug verpasste und mich dann auf dem Weg zum Ökozentrum beinahe verlaufen habe, bin ich genau rechtzeitig zur ersten Bewerbungs-Rede, nämlich der von Sylvia Löhrmann, angekommen. Cem Özdemirs Rede habe ich leider verpasst, konnte sie aber nachher dank des Top-Technikteams noch online schauen.


Ich hab' mich sehr gefreut, viele mittlerweile bekannte Gesichter zu sehen und mich auch mit einigen wenigstens kurz unterhalten zu können. Natürlich sind alle schwer beschäftigt und meistens umstellt ;) 


Durch die verschiedenen Schwerpunkte der einzelnen Kandidaten, hatte man die Chance, einen großen Überblick und viele wichtige Argumente über einige Themen, wie z.B. Schul-/Hochschul-Politik und Energiepolitik zu erhalten. Und mir ist mal wieder aufgefallen, dass es doch etwas anderes ist, die Dinge in der Zeitung zu lesen oder direkt von kompetenten Menschen zu hören, die live vor einem stehen.


Mit nach Hause nehme ich vor allem die große Hoffnung, dass möglichst viele Menschen erkennen, dass wir in NRW eine Menge echte Grüne Impulse brauchen, um wichtige und notwendige Ziele durchzusetzen. Sei es bei der Bildung, dem Klimaschutz (keine neuen CO2-Schleudern!!) oder der Integration. Ich wünsch mir viele viele Stimmen für Grün, denn nur so kann das alles etwas werden! Vielleicht kann NRW ein Gegenbeispiel sein zur Bundestagswahl, wo es ja leider nicht funktioniert hat und sich jetzt schon zeigt, welche negativen Folgen da in nächster Zeit auf uns zu kommen.




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Was nun?

Von: Kerstin Dreßen | Erstellt am 28. September 2009 um 12:45h.

Gestern Abend zwischen Umzugskartons und Möbelteilen musste der Fernseher natürlich aufgebaut werden, um die Hochrechnungen zu verfolgen. Selbst gewählt hatte ich natürlich längst per Briefwahl. Angesichts des Klimawandels, der Pannen in den Atomkraftwerken, der durch neoliberalistisches Verhalten ausgelösten Finanzkrise, der Bildungsproblematik und der negativen Entwicklungen im Gesundheitssystem hatte ich schon Hoffnung, dass wir ein gutes Ergebnis bekommen. Auch die Gespräche in der Stadt in den letzten Wahlkampfwochen haben mir den Eindruck gegeben, dass das Bewusstsein für grüne und soziale Inhalte wächst.


Leider sah das Ganze ja dann ein wenig anders aus. Die Hochrechnungen verhießen nichts Gutes und irgendwann wollte ich mir auch den siegessicher grinsenden Guido nicht mehr anschauen. Das war nicht mal persönlich gemeint, aber eine FDP in den Startlöchern zum Regieren verheißt keine Gesellschaft, die ich mir für uns alle wünsche.


Soll die FDP jetzt mit der CDU dafür sorgen, dass die Banker uns Spekulanten in ihre Schranken gewiesen werden? Dass der Atomausstieg nach Plan vollzogen wird? Dass Gesundheit, Bildung und Integration gerecht für alle zur Verfügung stehen? Mir drängen sich eher die schlimmen Folgen von Privatisierung auf. Eine Workaholic-Moral, die die Schwächeren ausgrenzt. Ein Elitedenken bei Schule und Studium. Und eine Wirtschaftspolitik, die blind auf Wachstum setzt und dabei Umwelt und Soziales hinten anstellt.


Wenn in den nächsten Wochen kein Wunder geschieht, haben wir in den nächsten Jahren eine Menge zu tun. Also schreibt, demonstriert, protestiert, diskutiert, argumentiert, deckt auf und kämpft was das Zeug hält!



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Sicher ist nur das Risiko

Von: Kerstin Dreßen | Erstellt am 26. April 2009 um 15:19h.

Gestern gab es wieder eine "Grüne Premiere" für mich, ich war das erste Mal auf einer Demo. Zum heutigen Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl gab es gestern in Münster eine Anti-Atomkraft-Demo, an der je nach berichtendem Medium 400 - 1000 Menschen teilgenommen haben. 


Und auch wenn meine Freunde im Vorfeld spotteten "Lass dich nicht beim Steine werfen erwischen!" - Das Ganze war eine tolle Erfahrung. So viele verschiedene Menschen durch ein Anliegen vereint, friedliche und gute Stimmung und sogar das Wetter hat mitgemacht (immerhin haben wir April).


Ob es nun auch Wirkung zeigt, ist eine andere Sache - ich werde so schnell nicht aufgeben. Zurück zu Hause bin ich immer noch mit dem Plakat herumgelaufen, habe ein paar neugierige Blicke auf mich gelenkt und der interessierten jungen Frau an der Kasse eines großen Elektronik-Marktes die Belene-Problematik erklärt. Auch die Mitarbeiter dort sind nämlich nicht blöd! ;)

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Hühner gut, Eier gut, Ostern gut

Von: Kerstin Dreßen | Erstellt am 07. April 2009 um 13:41h.

Meine erste Aktion draußen mit den Grünen! Am Samstag Morgen haben wir jede Menge Rheydter mit bunten Bio-Ostereiern und Informationen über Käfighaltung und Eier-Auswirkungen versorgt.

Am Abend vorher musste ich allerdings mehr Kritik und Spott einstecken als bei der tatsächlichen Aktion. Bis auf drei, vier Leute, die mir ein “Nee! Will ich nich!” entgegen motzten, waren alle freundlich und die Kinder haben sich über die Eier gefreut und die Erwachsenen haben mir zugehört. Gerade bei den älteren Damen war ich irgendwie der Star, es kam gut an, dass sich so ein junges Mädchen (hehe, wenn die wüssten), auch mal für etwas einsetzt.

Ob jetzt jeder Bio-Eier kauft und die Grünen wählt, sei mal dahingestellt, aber mir hat es Spaß gemacht und vielleicht konnten wir ja den einen oder anderen Denkanstoß geben. Und mit den Profi-Tipps vom Eventmann wird es nächstes Mal noch besser! :)


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