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Wattn Stress

Von: Susanne Ulmke | Erstellt am 13. August 2009 um 13:19h.

Das gibt bestimmt wieder graue Haare. Nach dem ganzen Wahlformularestress, Wahlprogrammformulierungsstress, Wahlplakatedesignstress, Plakatebestellstress, Plakateklebestress (noch voll drin) jetzt auch noch Blogstress. Eben festgestellt, dass beim Eindruckservice ein Plakat verloren gegangen ist. Telefonieren mit denen kostet ein Vermögen, also warten auf Mailantwort. Richtig schnell sind sie nur beim Abbuchen. Die Kohle ist weg, bevor das Plakat da ist. Aber der Support ist ansonsten ok. Und es ist praktisch, wenn man einmal weiß, wie es funktioniert. So, weiterkleben.

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Demokratie zum Mitmachen

Von: Susanne Ulmke | Erstellt am 29. Mai 2009 um 09:56h.

Seit ein paar Monaten bin ich angemeldet bei epetitionen.bundestag.de.
Das ist die Seite, wo Petitionen an den Bundestag online stehen. Gerade hat die Petition "Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten" die 100.000er Unterschriftenmarke überschritten, und Zensursula von der Leyen wird es mulmig, zumal auch die SPD inzwischen rumzickt. Hier Hintergründe Öffnet externen Link in neuem Fenstertinyurl.com/m8yx8d.
Die Petitionenseite besuche ich inzwischen regelmässig, man muß sich einmal anmelden und kann dann unterzeichnen, was man denn für wichtig hält. "Nach Artikel 17 des Grundgesetzes (GG) hat jedermann das Recht, sich einzeln oder in Gemeinschaft mit anderen schriftlich mit Bitten oder Beschwerden an den Bundestag zu wenden." Wenn 50.000 Unterschriften zusammen kommen, befasst sich der Petitionsausschuss mit der Sache. So geht Demokratie. Je mehr ich erfahre über die Staatsformen in anderen Ländern, desto mehr schätze ich die unsrige. 

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Sicher ist nur das Risiko

Von: Kerstin Dreßen | Erstellt am 26. April 2009 um 15:19h.

Gestern gab es wieder eine "Grüne Premiere" für mich, ich war das erste Mal auf einer Demo. Zum heutigen Jahrestag der Katastrophe von Tschernobyl gab es gestern in Münster eine Anti-Atomkraft-Demo, an der je nach berichtendem Medium 400 - 1000 Menschen teilgenommen haben. 


Und auch wenn meine Freunde im Vorfeld spotteten "Lass dich nicht beim Steine werfen erwischen!" - Das Ganze war eine tolle Erfahrung. So viele verschiedene Menschen durch ein Anliegen vereint, friedliche und gute Stimmung und sogar das Wetter hat mitgemacht (immerhin haben wir April).


Ob es nun auch Wirkung zeigt, ist eine andere Sache - ich werde so schnell nicht aufgeben. Zurück zu Hause bin ich immer noch mit dem Plakat herumgelaufen, habe ein paar neugierige Blicke auf mich gelenkt und der interessierten jungen Frau an der Kasse eines großen Elektronik-Marktes die Belene-Problematik erklärt. Auch die Mitarbeiter dort sind nämlich nicht blöd! ;)

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Hühner gut, Eier gut, Ostern gut

Von: Kerstin Dreßen | Erstellt am 07. April 2009 um 13:41h.

Meine erste Aktion draußen mit den Grünen! Am Samstag Morgen haben wir jede Menge Rheydter mit bunten Bio-Ostereiern und Informationen über Käfighaltung und Eier-Auswirkungen versorgt.

Am Abend vorher musste ich allerdings mehr Kritik und Spott einstecken als bei der tatsächlichen Aktion. Bis auf drei, vier Leute, die mir ein “Nee! Will ich nich!” entgegen motzten, waren alle freundlich und die Kinder haben sich über die Eier gefreut und die Erwachsenen haben mir zugehört. Gerade bei den älteren Damen war ich irgendwie der Star, es kam gut an, dass sich so ein junges Mädchen (hehe, wenn die wüssten), auch mal für etwas einsetzt.

Ob jetzt jeder Bio-Eier kauft und die Grünen wählt, sei mal dahingestellt, aber mir hat es Spaß gemacht und vielleicht konnten wir ja den einen oder anderen Denkanstoß geben. Und mit den Profi-Tipps vom Eventmann wird es nächstes Mal noch besser! :)


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Eine Schule für alle

Von: Kerstin Dreßen | Erstellt am 25. März 2009 um 12:57h.

Bis Sonntag Morgen beim Zähneputzen habe ich immer gedacht, das sei eine ziemlich fragwürdige Idee. Vor allem aus meiner sehr egozentrischen, oder nennen wir es ruhig egoistischen Sichtweise. Aufgrund partieller Überflieger-Qualitäten habe ich mich jahrelang in Deutsch und Englisch ziemlich gelangweilt. Und mein Gedanke war immer “Wäre das kein Gymnasium gewesen, hätten wir noch langsamer machen müssen, hätte ich uns noch mehr gelangweilt!”

Am Sonntag machte es allerdings laut Klick in meinem Kopf, als ich mir das Szenario mal wirklich vor Augen führte. Das war sicher Rita Süssmuths “Schuld” und die ihrer wirklich beeindruckenden Rede zur Bildungspolitik. Ich sah mich also mit 14 in solch einer “heterogenen Lerngruppe” und siehe da, ich langweilte mich nicht. Vielmehr saß ich bei einem Klassenkameraden am Platz und half ihm bei der gestellten Aufgabe. Und lernte ihn dadurch besser kennen. Und wiederholte nebenbei den Stoff, der sich durch das Erklären in meinem Kopf festigte. Und entwickelte meine soziale Kompetenz. Und dann dachte ich noch weiter. Die Überflieger-Qualitäten waren ja nur partiell! Die 14-Jährige, die mit großen leeren Augen und fingernagelkauend, weil verunsichert und beschämt in Geschichte, Physik und Mathe saß, habe ich bisher immer ausgeblendet. Wie das wohl gewesen wäre, wenn sich da einer zu mir gesetzt hätte, um mir zu helfen? Wie hätte ich dann wohl über diesen komischen Jungen gedacht, der so gut in Mathe und Physik war und mit dem ich nie ein Wort gesprochen habe, bis ich ihn letztes Jahr mal an der Tankstelle getroffen habe?

Ich hab’ meine Meinung geändert. Für mich ist es leider zu spät, aber nicht für jede Menge andere Kinder. Schade, dass so viele Menschen das Ganze völlig falsch verstehen und einen sozialistischen Gleichschritt befürchten und meinen, dass alle zum gleichen Abschluss getrieben werden, der sich am untersten Niveau orientiert. Dabei geht es doch gerade darum, die Kinder nicht im Gleichschritt zum Abschluss zu treiben, sondern individuelle Potentiale zu erkennen und zu fördern. Und ihnen länger die Chance zu geben, sich zu entwickeln und ihre Interessen zu wecken, statt sie mit zehn Jahren aufs Abstellgleis auf die Hauptschule zu schicken.

Und falls jetzt jemand nach dem Geld fragt, es gäbe da z.B. in NRW 42 Millionen, die könnte man mal dafür einsetzen, wäre ja ein Anfang…

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